Eklampsie und HELLP-Syndrom: Notfallmanagement
Schwangerschaftsspezifische Notfälle erfordern schnelles Handeln. Magnesiumsulfat-Protokoll, Blutdruckmanagement, Entbindungsindikation und Differenzierung von Eklampsie und HELLP.

Autor: Dr. med. univ. Daniel Pehböck, DESA
Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin, AHA-zertifizierter ACLS/PALS-Instructor, Kursleitung Simulation Tirol
Lesezeit ca. 8 Min.

Schwangerschaftsspezifische Notfälle gehören zu den zeitkritischsten Situationen in der Notfallmedizin – und sie betreffen immer zwei Patient:innen gleichzeitig. Eklampsie und HELLP-Syndrom stellen dabei besondere Herausforderungen dar: Die klinische Präsentation kann atypisch sein, die Differenzialdiagnose ist breit, und das therapeutische Fenster ist eng. Wer als Notärztin oder Notarzt, als Anästhesist:in oder als Pflegekraft in der Akutversorgung mit diesen Krankheitsbildern konfrontiert wird, muss Algorithmen sicher beherrschen und gleichzeitig die geburtshilfliche Perspektive mitdenken. Dieser Artikel fasst das evidenzbasierte Notfallmanagement von Eklampsie und HELLP-Syndrom zusammen – von der Ersteinschätzung über die medikamentöse Therapie bis zur Entbindungsindikation.
Pathophysiologische Grundlagen
Eklampsie und HELLP-Syndrom sind Manifestationen eines Spektrums hypertensiver Schwangerschaftserkrankungen, deren gemeinsamer Ausgangspunkt eine gestörte Plazentation mit konsekutiver endothelialer Dysfunktion ist. Die mangelhafte Invasion der Trophoblastzellen in die Spiralarterien führt zu einer plazentaren Minderperfusion. Die daraus resultierende systemische Endothelaktivierung erklärt die Multiorganbeteiligung: Vasospasmus, erhöhte Gefäßpermeabilität, Thrombozytenaktivierung und Gerinnungsstörungen.
Eklampsie
Die Eklampsie ist definiert als das Auftreten von generalisierten tonisch-klonischen Krampfanfällen bei einer Schwangeren mit Präeklampsie, die nicht durch andere Ursachen (Epilepsie, zerebrale Blutung, Infektion) erklärt werden können. Wichtig: Bis zu 20 % der eklamptischen Anfälle treten ohne vorherige schwere Hypertonie oder Proteinurie auf. Eine Eklampsie kann antepartal, intrapartal oder bis zu 6 Wochen postpartal auftreten.
HELLP-Syndrom
Das Akronym beschreibt die Trias:
- Hemolysis – mikroangiopathische hämolytische Anämie
- Elevated Liver enzymes – erhöhte Leberenzyme (GOT, GPT, LDH)
- Low Platelets – Thrombozytopenie (< 100.000/µl)
Das HELLP-Syndrom kann als schwere Verlaufsform der Präeklampsie auftreten, manifestiert sich aber in bis zu 15–20 % der Fälle ohne vorherige Hypertonie oder Proteinurie. Diese atypischen Verläufe machen die Diagnose besonders tückisch.
Klinische Erkennung und Differenzialdiagnose
Die sichere Erkennung beider Krankheitsbilder beginnt mit einem hohen Maß an klinischem Verdacht – insbesondere bei jeder Schwangeren nach der 20. Schwangerschaftswoche mit unklarer Symptomatik.
Warnzeichen der Eklampsie
- Schwere Hypertonie (systolisch ≥ 160 mmHg und/oder diastolisch ≥ 110 mmHg)
- Starke Kopfschmerzen, die auf Analgetika nicht ansprechen
- Sehstörungen (Flimmern, Skotome, Visusminderung)
- Epigastrische oder rechtsseitige Oberbauchschmerzen
- Hyperreflexie mit Klonus
- Übelkeit, Erbrechen
- Bewusstseinsveränderung, Verwirrtheit
Klinische Zeichen des HELLP-Syndroms
- Rechtsseitiger Oberbauchschmerz oder epigastrischer Schmerz (in bis zu 90 % der Fälle)
- Übelkeit und Erbrechen
- Allgemeines Krankheitsgefühl, „grippeähnliche" Symptomatik
- Ikterus (bei fortgeschrittenem Verlauf)
- Ödeme, Gewichtszunahme
- Petechien, Schleimhautblutungen (bei schwerer Thrombozytopenie)
Wichtige Differenzialdiagnosen
Die Symptomüberschneidung mit anderen Krankheitsbildern ist erheblich und erfordert ein strukturiertes diagnostisches Vorgehen:
| Differenzialdiagnose | Abgrenzung |
|---|---|
| Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) | ADAMTS13-Aktivität < 10 %, neurologische Symptomatik dominierend |
| Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) | Renale Beteiligung im Vordergrund, oft postpartal |
| Akute Schwangerschaftsfettleber (AFLP) | Hypoglykämie, verlängerte PTT, Hypofibrinogenämie, oft Ikterus |
| Epileptischer Anfall | Vorgeschichte, EEG-Veränderungen, kein Zusammenhang mit Hypertonie |
| Zerebrale Sinus-/Venenthrombose | Bildgebung (CT/MRT-Venographie), fokale Neurologie |
| Virale Hepatitis | Serologie, isolierte Transaminasenerhöhung ohne Hämolyse |
Merke: Bei jeder Schwangeren mit Oberbauchschmerzen, Übelkeit oder Transaminasenerhöhung müssen HELLP-Syndrom und akute Schwangerschaftsfettleber aktiv ausgeschlossen werden – auch ohne Hypertonie.
Diagnostik im Notfallsetting
Folgende Laborwerte solltest du umgehend anfordern:
- Blutbild mit Thrombozyten und Blutausstrich (Fragmentozyten?)
- Hämolyseparameter: LDH, Haptoglobin, indirektes Bilirubin
- Leberenzyme: GOT, GPT
- Nierenfunktion: Kreatinin, Harnsäure
- Gerinnung: Quick/INR, PTT, Fibrinogen, D-Dimere
- Harndiagnostik: Protein-Kreatinin-Ratio oder Teststreifen
- Blutzucker (Ausschluss AFLP-assoziierter Hypoglykämie)
Die Klassifikation des HELLP-Syndroms nach Mississippi unterscheidet drei Schweregrade anhand der Thrombozytenzahl:
- Klasse 1: Thrombozyten ≤ 50.000/µl (höchstes Risiko)
- Klasse 2: Thrombozyten 50.000–100.000/µl
- Klasse 3: Thrombozyten 100.000–150.000/µl
Notfallmanagement der Eklampsie
Der eklamptische Anfall ist ein lebensbedrohlicher Notfall mit einer maternalen Mortalität von 1–3 % und einer perinatalen Mortalität von bis zu 10 %. Das Management folgt einem klaren Algorithmus.
Sofortmaßnahmen beim eklamptischen Anfall
- Sicherung der Patientin: Schutz vor Verletzung, stabile Seitenlage, Aspiration verhindern
- Atemwegsmanagement: Sauerstoffgabe (15 l/min über Maske), Absaugbereitschaft, Intubationsbereitschaft
- Monitoring: SpO₂, EKG, Blutdruckmessung, CTG (sobald Patientin stabilisiert)
- Magnesiumsulfat als Erstlinientherapie – KEIN Benzodiazepin als First-Line-Antikonvulsivum
Magnesiumsulfat-Protokoll
Magnesiumsulfat (MgSO₄) ist die Therapie der Wahl zur Anfallskontrolle und Anfallsprävention bei Eklampsie und schwerer Präeklampsie. Dies ist durch die Landmark-Studien Magpie-Trial und Eclampsia Trial Collaborative Group robust belegt und wird von allen relevanten Leitlinien empfohlen.
Loading Dose:
- 4–6 g MgSO₄ i.v. über 15–20 Minuten (in der Regel 4 g als Standarddosierung, bei Bedarf Wiederholung mit 2 g)
Erhaltungsdosis:
- 1–2 g/h i.v. als Dauerinfusion (typischerweise 1 g/h)
- Fortführung für mindestens 24 Stunden nach dem letzten Anfall bzw. nach Entbindung
Therapeutischer Spiegel:
- Zielbereich: 4–8 mg/dl (2–4 mmol/l)
Monitoring unter Magnesiumtherapie:
- Patellarsehnenreflex (PSR): muss auslösbar bleiben – Verlust des PSR ist erstes klinisches Zeichen einer Überdosierung
- Atemfrequenz: > 12/min
- Urinausscheidung: > 25 ml/h (> 100 ml in 4 Stunden)
- SpO₂-Überwachung
Bei Magnesiumintoxikation (Reflexverlust, Atemdepression, Bradykardie):
- Sofort Infusion stoppen
- Calciumgluconat 10 %: 10 ml (= 1 g) langsam i.v. über 3 Minuten als Antidot
- Atemwegssicherung bei Bedarf
Bei therapierefraktärem Anfall (trotz adäquater Magnesiumgabe):
- Weitere 2 g MgSO₄ i.v. als Bolus
- Bei anhaltendem Krampfgeschehen: Benzodiazepine (Diazepam 5–10 mg i.v. oder Midazolam 1–2 mg i.v.)
- Als Ultima Ratio: Thiopental, Propofol oder Intubation mit Narkoseeinleitung
Blutdruckmanagement
Die schwere Hypertonie (≥ 160/110 mmHg) muss umgehend behandelt werden – sie ist ein unabhängiger Risikofaktor für zerebrale Blutungen, die häufigste Todesursache bei Eklampsie.
Zielblutdruck: 140–150/90–100 mmHg – KEINE zu rasche oder zu starke Senkung (Gefahr der plazentaren Minderperfusion).
Medikamentöse Optionen der Akuttherapie:
| Medikament | Dosierung | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Urapidil (Ebrantil) | 6,25–12,5 mg i.v. als Bolus, ggf. Wiederholung; Perfusor 2–8 mg/h | Mittel der ersten Wahl im deutschsprachigen Raum |
| Labetalol | 20 mg i.v. initial, ggf. Eskalation auf 40–80 mg alle 10 min (max. 300 mg) | International bevorzugtes First-Line-Medikament |
| Nifedipin (oral) | 10 mg p.o., ggf. Wiederholung nach 20–30 min | Nur bei erhaltener Schluckfähigkeit, cave: nicht sublingual |
| Dihydralazin | 5 mg i.v. langsam, ggf. Wiederholung | Zunehmend seltener eingesetzt wegen Nebenwirkungsprofil |
Cave: ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptorblocker und Nitroprussid-Natrium sind in der Schwangerschaft kontraindiziert.
Notfallmanagement des HELLP-Syndroms
Das HELLP-Syndrom kann sich innerhalb von Stunden von einer milden Laborkonstellation zu einer lebensbedrohlichen Multiorgandysfunktion entwickeln. Die gefürchtetsten Komplikationen sind:
- Leberruptur / subkapsuläres Leberhämatom
- Disseminierte intravasale Gerinnung (DIC)
- Vorzeitige Plazentalösung (bei bis zu 16 % der Fälle)
- Akutes Nierenversagen
- Lungenödem
- Zerebrale Blutung
Therapeutischer Algorithmus
- Stabilisierung: Venöser Zugang (großlumig), Kreuzblut abnehmen, Blutprodukte bereitstellen
- Magnesiumsulfat: Wie bei Eklampsie – Anfallsprophylaxe bei allen Patientinnen mit HELLP-Syndrom (Krampfrisiko erhöht)
- Blutdruckkontrolle: Wie oben beschrieben bei Werten ≥ 160/110 mmHg
- Gerinnungsmanagement:
- Thrombozytenkonzentrate bei aktiver Blutung und Thrombozyten < 20.000/µl
- Vor operativer Entbindung: Thrombozytensubstitution bei Werten < 50.000/µl anstreben
- FFP bei pathologischer Gerinnung und Blutungszeichen
- Laborkontrollen: Alle 6 Stunden (Thrombozyten, Transaminasen, LDH, Gerinnung)
- Bildgebung: Oberbauchsonographie zum Ausschluss eines subkapsulären Leberhämatoms bei starken Oberbauchschmerzen
Kortikosteroide beim HELLP-Syndrom
Der Einsatz von hochdosierten Kortikosteroiden (Dexamethason 10 mg i.v. alle 12 h) zur Verbesserung der maternalen Laborparameter beim HELLP-Syndrom wird kontrovers diskutiert. Nach aktueller Evidenz führen Kortikosteroide zu einer schnelleren Erholung der Thrombozytenzahl, eine Verbesserung des maternalen Outcomes ist jedoch nicht eindeutig belegt. Die Lungenreifeinduktion mit Betamethason (2 × 12 mg i.m. im Abstand von 24 h) oder Dexamethason (4 × 6 mg i.m. im Abstand von 12 h) ist bei Frühgeburtlichkeit zwischen der 24. und 34. Schwangerschaftswoche indiziert.
Entbindungsindikation und Timing
Die Entbindung ist die einzige kausale Therapie bei Eklampsie und HELLP-Syndrom. Die zentrale Frage ist das Timing – abgewogen zwischen maternalen Risiken und fetaler Reife.
Sofortige Entbindung (innerhalb von Stunden)
- Eklampsie (nach Stabilisierung der Mutter)
- HELLP-Syndrom ≥ 34+0 SSW
- HELLP-Syndrom < 34 SSW mit:
- Therapierefraktärer schwerer Hypertonie
- DIC
- Leberruptur/subkapsulärem Hämatom
- Akutem Nierenversagen
- Vorzeitiger Plazentalösung
- Pathologischem CTG
- Lungenödem
Abwartendes Management (unter intensiver Überwachung)
- HELLP-Syndrom < 34 SSW ohne maternale Komplikationen: Stabilisierung und Lungenreifeinduktion über 48 Stunden kann erwogen werden – allerdings nur in einem Perinatalzentrum mit höchster Versorgungsstufe
- Engmaschige Laborkontrollen und CTG-Monitoring sind dabei obligat
- Bei Verschlechterung: sofortige Entbindung
Entbindungsmodus
Die Eklampsie oder das HELLP-Syndrom per se sind keine zwingende Indikation zur Sectio caesarea. Die Entscheidung hängt ab von:
- Gestationsalter und Zervixreife
- Fetalem Zustand
- Schwere der maternalen Erkrankung
- Gerinnungssituation (cave: Regionalanästhesie bei Thrombozyten < 75.000–80.000/µl in der Regel kontraindiziert)
Bei schwerer Thrombozytopenie und Notwendigkeit einer Allgemeinanästhesie sollte die Atemwegssicherung durch erfahrene Anästhesist:innen erfolgen – die Intubation bei Schwangeren birgt per se ein erhöhtes Risiko (Schleimhautödem, schwieriger Atemweg, Aspirationsgefahr).
Postpartales Management
Beide Krankheitsbilder können sich postpartal verschlechtern oder erstmals manifestieren. Bis zu 30 % der HELLP-Syndrome treten postpartal auf.
- Magnesiumsulfat: Fortführung für mindestens 24 (bis 48) Stunden postpartal
- Blutdruckmonitoring: Engmaschig für mindestens 72 Stunden
- Laborkontrollen: Thrombozyten und Transaminasen sollten einen fallenden Trend zeigen – der Nadir der Thrombozyten tritt typischerweise 24–48 Stunden postpartal auf
- Antihypertensive Dauertherapie: Nifedipin retard, Urapidil oder Labetalol; bei stillenden Müttern sind Nifedipin und Labetalol bevorzugt
- Thromboseprophylaxe: Individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung bei Thrombozytopenie
Interprofessionelle Zusammenarbeit und Transport
Das Management von Eklampsie und HELLP-Syndrom erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Notfallmedizin, Geburtshilfe, Anästhesie, Neonatologie und Intensivmedizin. Im präklinischen Setting gelten folgende Prioritäten:
- Primäres Ziel: Stabilisierung der Mutter (Atemweg, Krampfkontrolle, Blutdruck)
- Transport: In das nächstgelegene Perinatalzentrum mit Neonatologie und Intensivstation – nicht in das nächste Krankenhaus
- Voranmeldung: Frühzeitige Alarmierung des geburtshilflichen Teams, der Anästhesie und der Neonatologie
- Lagerung: Linksseitenlage (zur Vermeidung eines Vena-cava-Kompressionssyndroms ab ca. der 20. SSW)
- Dokumentation: Letzter bekannter Blutdruck, Krampfdauer, verabreichte Medikamente (insbesondere Magnesiumdosis)
Zusammenfassung der Kernpunkte
- Eklampsie und HELLP-Syndrom sind lebensbedrohliche Notfälle, die auch atypisch und ohne klassische Präeklampsie-Zeichen auftreten können
- Magnesiumsulfat ist das Antikonvulsivum der Wahl – Loading Dose 4–6 g i.v., Erhaltung 1–2 g/h
- Bei Magnesiumintoxikation: Calciumgluconat 10 % als Antidot
- Schwere Hypertonie ≥ 160/110 mmHg: Urapidil oder Labetalol als Erstlinientherapie, Ziel 140–150/90–100 mmHg
- Die Entbindung ist die einzige kausale Therapie – das Timing richtet sich nach Schwere der Erkrankung und Gestationsalter
- Postpartale Überwachung ist essenziell, da Verschlechterungen und Erstmanifestationen postpartal auftreten können
Praktisches Training
Die Versorgung von Eklampsie und HELLP-Syndrom erfordert nicht nur theoretisches Wissen, sondern eingespielte Handlungsabläufe unter Stress – vom sicheren Magnesiumprotokoll über das Atemwegsmanagement bei der krampfenden Schwangeren bis zur interdisziplinären Kommunikation. Im Notarzt-Refresher-Kurs von Simulation Tirol trainierst du solche zeitkritischen Szenarien in realistischen Simulationen und festigst deine Entscheidungskompetenz für den Ernstfall. Denn gerade bei schwangerschaftsspezifischen Notfällen zählt jede Minute – für zwei Leben gleichzeitig.
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